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Green Field Strategie

Strategie – Ja, Sie haben richtig gehört. Sie etablieren ein Start-up, welches Sie «konkurrenzieren» soll. Ob es je operativ an den Markt gehen soll? Ja, natürlich, den der Beweis, ob es funktioniert, sollte letztlich erbracht werden. Achten Sie darauf, dass einige Spielregeln eingehalten werden. Insbesondere wichtig ist die Skalierbarkeit, Standortunabhängigkeit und der Einsatz modernster Technologie. Auch empfiehlt es sich, eine gewisse Diskretion in diesem Punkt und innerhalb der Firma einzufordern. 

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Green Field Strategie – Konkurrenz belebt das Geschäft

Strategie – Zuweilen ist die Aufbau- und Ablauforganisation in etablierten Unternehmen sehr komplex aufgebaut und glänzt oft nicht durch höchste Agilität. Dennoch ist es heute diese Agilität, welche Vorteile am Markt verspricht und die zügige Umsetzung von «disruptivem» Denken in praxisorientierte Geschäftsmodelle ermöglicht. Im Gegensatz dazu haben Start-ups diese Herausforderungen bezüglich Agilität nicht. Nur ein Grund, warum heute viele neue Geschäftsmodelle Ihren Ursprung in kleinen Unternehmen haben. Natürlich gehen viele Firmen den Weg und kaufen sich vielversprechende Start-ups, um sie hernach in die eigene Organisation zu übernehmen. Durchaus sinnvoll. Es gibt da aber mindestens eine weitere Strategie, welche in diesem Kontext Sinn machen kann.

Gründen Sie als Firma Ihr eigenes Start-up. Statten Sie es mit entsprechenden Ressourcen aus und geben Sie ihm eine einzige Aufgabe mit auf den Weg. Diese Aufgabe lautet: Eine umfassende Strategie und ein Geschäftsmodell zu entwickeln, welches nichts anderes zum Ziel hat als Ihre etablierte Firma vom Markt zu fegen.

Nutzen & Wirkungsweise

Ja, Sie haben richtig gehört. Sie etablieren ein Start-up, welches Sie «konkurrenzieren» soll. Ob es je operativ an den Markt gehen soll? Ja, natürlich, den der Beweis, ob es funktioniert, sollte letztlich erbracht werden. Achten Sie darauf, dass einige Spielregeln eingehalten werden. Insbesondere wichtig ist die Skalierbarkeit, Standortunabhängigkeit und der Einsatz modernster Technologie. Auch empfiehlt es sich, eine gewisse Diskretion in diesem Punkt und innerhalb der Firma einzufordern. Gelingt es diesem Unternehmen, sich am Markt zu etablieren, entstehen einige spannende strategische Handlungsoptionen. Einerseits kann Ihre etablierte Unternehmung von den Errungenschaften lernen, andererseits besteht die Möglichkeit, genau mit diesen Erkenntnissen die Schwachstellen in Ihrem eigenen Geschäftsmodell zu schliessen. Andere Optionen: Das ganze Start-up wird in Ihre bestehende Organisation integriert oder es wird eigenständig am Markt belassen.

Warum? Erstens ist Konkurrenz belebend für das Geschäft, auch wenn diese aus den eigenen Reihen kommt. Andererseits bestehen wesentliche Vorteile im Sinne von einer langfristigen Denkweise bezüglich Ihres strategischen Managements und der Unternehmensentwicklung.

Einige Tipps

Was immer dabei herauskommt, es ist nicht vollumfänglich planbar und möglicherweise überraschend. Zu viel Management und Steuerung aus dem Mutterhaus ist womöglich nicht förderlich für das ganze Projekt. Je mehr Manager Anweisungen und Richtlinien geben, umso eher scheitert das Ganze. Also halten Sie sich raus und lassen Sie sich lediglich gelegentlich Rapporte geben. Betrauen Sie eine Person mit der Aufgabe und übergeben Sie Ihr das Recht, zusätzliche Ressourcen innerhalb und ausserhalb des Unternehmens zu suchen. Genau wie in der realen Gründerszene.

Schränken Sie nichts ein, ausser das Geld. Zu viel davon verhindert ein effektives Entwickeln eines schlanken Geschäftsmodells. Aber für die spätere Skalierung soll es bereitstehen, aber eben nicht in der Gründungsphase.

Erschienen anlässlich der Studie: Strategieentwicklung im digitalen Zeitalter ...

Die Forschungsresultate zeigen, dass die Mehrheit der Schweizer KMU keine digitale Strategie hat, obwohl die Hälfte von ihnen dies in den nächsten Jahren aufgrund der digitalen Transformation plant, und nur die Hälfte regelmäßig Marktanalysen durchführt; daher wurde eine neue Methode, die ACT-Methode, mit einer digitalen Toolbox entwickelt, um KMU bei der Strategieentwicklung im digitalen Zeitalter zu unterstützen.

Die weichen Faktoren einer digitalen Strategie ...

Unklare oder unausgereifte Strategien verhindern den maximalen Unternehmenserfolg. Sie demotivierten Mitarbeiter und Talente. Und weil eine solche Strategie nicht eindeutig verstanden wird und nicht sinngemäss umgesetzt werden kann, kostet es letztendlich Zeit, Geld oder Marktanteile.

All dies scheint klar. Dennoch werden Sie nie erfahren, ob eine andersgelagerte Strategie besser gewesen wäre und mehr oder weniger Erfolg gebracht hätte, denn die Zeit lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Nur ein zeitgleiches Umsetzen zweier Varianten unter den gleichen Voraussetzungen würde einen direkten Vergleich ermöglichen.

Dennoch ist es möglich, das Maximum aus der einen Strategie, für die sich das Unternehmen entscheiden hat, herauszuholen. Dies ist dann der Fall, wenn Strategie im letzten Winkel Ihres Unternehmens ankommt und verstanden wird. Es muss auch klar sein, was dies für die jeweiligen Handlungsweisen der einzelnen Mitarbeiter zur Folge hat. Beispielsweise erhält man auf die Frage – Kennen Sie die Strategie Ihres Unternehmens und was es heruntergebrochen auf Ihre Ebene bedeutet? – Oft keine oder nur unzureichende Antworten.

Strategie betrifft jeden einzelnen Mitarbeiter und jede Aufgabe in Ihrem Unternehmen und ist aus diesem Grunde nicht reine Chefsache. Auch wenn letztlich die Geschäftsleitung die Strategie verabschiedet, so trägt jeder mit seinem Wissen und der Verantwortung für die Umsetzung zum Gelingen des Vorhabens bei. Die Führungsebene ist in der Pflicht, dafür sorge zu tragen, dass die gewählte Strategie auch umgesetzt werden kann. Führungskräfte müssen Ihre Mitarbeiter dazu befähigen.

Sowohl in der Strategiefindung wie in der Strategieumsetzung existieren nebst den klassischen harten wirtschaftlichen Faktoren auch einige wichtige weiche und somit psychologische Thesen, welche einen guten Nährboden für eine erfolgreiche Strategie begründen. Menschen finden darin ebenso Erwähnung wie die Wirkungsweisen von Strategie.

  • Eine gute Strategie braucht erst am Ende Harmonie. Unterschiedliche Meinungen sind gewünscht.
  • Eine gute Strategie benötigt das richtige Umfeld in der Führung.
  • Eine «Ja-Sager» Kultur entwickelt oft keine gute und differenzierte Strategie.
  • Eine Strategie kann jederzeit auf grüner Wiese gebaut werden.
  • Umgeben Sie sich mit «Challenger» und mit «Sparringspartnern».
  • Fragen «Warum» und ergründe Fakten und arbeite mit Erkenntnissen.
  • Umgebe Sie sich mit «Experten», aber auch mit «Nicht-Experten» und «Kreativen» und nicht ausschliesslich mit «Beratern».
  • Strategie braucht Zeit, Gespräche und Debatten. Strategie findet das ganze Jahr statt und hat keinen Stichtag.
  • Strategie ist niemals «Timeboxing» und sollte nie fixe Termine im Zeitplan bekommen.
  • Holen Sie sich die weibliche, jugendliche und internationale Strategiesicht.
  • Fragen Sie „alte Hasen“ was nicht funktioniert hat oder was man schon alles ausprobiert hat.
  • Holen Sie sich Fachwissen von der Basis. Jeder Mitarbeiter sollte etwas zur Strategie beitragen.
  • Konsens ist wichtiger als ein Kompromiss. Dennoch sollten Treiber identifiziert werden.


Strategie heisst auch immer Verantwortung, denn Strategie kann weitreichende Konsequenzen im Unternehmen bedeuten. Im Positiven wie im Negativen. Es ist daher wichtig, verantwortungsbewusst an die Strategiedefinition heranzugehen. Dies bedeutet auch klar anzudeuten, wenn man sich der Sache bislang nicht gewachsen fühlt. Zu erwähnen ist dabei die wichtige Rolle der Ethik. Im Zusammenhang mit Digitaler-Transformation und Artificial Intelligence, wird es unserer modernen Industrie und Gesellschaft einiges an Definitionen und neuen Regeln abverlangen. Dieser Umstand bedeutet auch klar anzudeuten, wenn die Strategie ethisch bedenklich erscheint oder man diesen Klärungsbedarf erkennt.

Vernetzung

Ungenügende und schwache Vernetzung begünstigt, dass Potenziale am Markt und im Unternehmen nicht richtig erkannt und bearbeitet werden. Offene Augen und Ohren sowie ein starkes Netzwerk helfen, dieses Risiko zu verringern.

Integration

Letztendlich kannst du es dir im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit nicht leisten, die älteren Generationen oder internationale Talente nicht in deine Arbeit zu integrieren. Vermeide Probleme und verbessere dich durch externes Fachwissen.

Weiterbildung

Mangelndes Fachwissen und Erfahrung führen im Arbeitsleben zur Prokrastination und oft genug auch zu Mehrkosten. Mach deine Organisation und Mitarbeiter wieder leistungsfähig und effizient durch Wissen und Erfahrung.

Produktivität

Endlose Meetings und Schnittstellen-Abgleiche führen dazu, dass kaum noch jemand effektiv arbeiten kann, ob er will oder nicht. Löse dich aus dieser problematischen Abwärtsspirale, denn es kostet dich Geld, Zeit, Nerven und letztlich auch Marktanteile.