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Manche haben die Ruhe weg ...

Manche haben die ewige Ruhe weg. Sie nerven diese Leute. Am Postschalter genauso wie auf der Strasse vor einem. Sie nerven, weil sie diese beneidenswerte und nicht störbare Ruhe ausstrahlen.

Bedenkenswerter weise treten sie aber nicht nur in solchen Situationen auf, sondern es gibt sie auch in Führungspositionen in Unternehmen.

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KOLUMNE - Nur die Ruhe

Nur die Ruhe – Manche haben die ewige Ruhe weg. Sie nerven diese Leute. Am Postschalter genauso wie auf der Strasse vor einem. Sie nerven, weil sie diese beneidenswerte und nicht störbare Ruhe ausstrahlen. Bedenkenswerter weise treten sie aber nicht nur in solchen Situationen auf, sondern es gibt sie auch in Führungspositionen in Unternehmen.

Bremser, Prokrastinatoren, Zögerer, Zauderer und Sesselpupser nenne ich sie liebevoll. Wäre da nur nicht der Umstand, dass Menschen dieser Art teilweise für hunderte von Arbeitsplätzen verantwortlich sind und diesen Umstand mitunter lediglich zur persönlichen Profilierung nutzen.

Und ich spreche dabei nicht von Führungskräften in hochseriösen Branchen, wo es angebracht ist, nicht jedem Trend wie ein Wiesel hinterherzulaufen und es besser ist, mehrmals zu überlegen, welche Schritte angebracht sind. Nein, hier bin ich froh, dass es weit besonnenere Persönlichkeiten gibt als ich selbst es von mir behaupten kann.

Gerade im Top-Management, so scheint es, ist es möglicherweise umstritten, dass sich Unternehmen weiterentwickeln sollten. Dabei gibt es oft spannende und disruptive Entwicklungen, die etablierten Unternehmen durchaus das Leben schwer machen könnten: Cloud-Computing, Künstliche Intelligenz, Shared-Economy und vieles mehr. Ganz zu schweigen von den Verhaltensänderungen der Menschen. Man muss sich zumindest damit auseinandersetzen und die Chancen ergreifen, will man weiterhin erfolgreich sein.

Das Ganze aussitzen, erscheint mir dabei keine Option zu sein. Unternehmen, die Wohlstand angesammelt haben, sei es im Management, auf dem Konto oder in Bezug auf Marktanteile, haben bei dieser Strategie langfristig wohl ähnlich hohe Erfolgschancen am Markt wie beispielsweise ich beim Marathonlaufen oder beim 100-Meter-Lauf.

Diese Strategie erkennt man auch in der Nachfolgeregelung, also den Nachfolgern des etablierten Managements. Es ist besonders deutlich zu erkennen, dass niemand gerne sieht, wie sein Vermächtnis im Unternehmen auf die Probe gestellt wird. Insofern ist klar, welche Art von Mensch der Nachfolger werden muss. Mutlos und oft genug jemand, der darauf aufbaut und bloss nicht infrage stellt.

Letztendlich finde ich das dennoch gut so, denn es gibt Menschen und Unternehmen, die geistig und verhaltensmäßig fit sind, eine reale Chance, Dinge zu verändern und sich in der ersten Reihe anzusiedeln. Mal schauen, wie sich das weiterentwickelt, wenn wir uns ständig in der Komfortzone aufhalten und kluge Sprüche klopfen, dass wir diese verlassen müssen, letztendlich aber nur schnell vor ihrer Tür stehen, den kalten Wind spüren und schnell wieder zurückeilen.

Persönlich liebe ich eine gewisse Streitkultur in Unternehmen, zumindest umgebe ich mich nicht mit Ja-Sagern, sondern mit Personen, die auch kritische Fragen stellen. Das bedeutet jedoch auch, dass die Findungsphase länger dauern kann. Zu diesem Zweck finde ich es wertvoll, mich mit Menschen zu umgeben, die verschiedenen Altersgruppen, Geschlechtern, Funktionen und ethnischen Hintergründen angehören und unterschiedliche „Mutigkeit“ besitzen. Das vielfältige und unterschiedliche Denken dieser Gruppe fördert sowohl positive Ergebnisse als auch einen fruchtbaren Arbeitsalltag, in dem man so viel lernen kann.

Aus meiner Sicht braucht es heute eine ausgeprägte „Do-it“-Mentalität. Nichts führt zuverlässiger um Prokrastination herum als Leute, die die Arbeit sehen, Spass daran haben und die Dinge einfach tun. Insofern würde ich sagen: „Mach es dir unbequem“ und arbeite am Wohlstand unserer Generation.

Erschienen im ITReseller ...

ITReseller ist eine Nachrichten- und Analyseplattform für die IT- und CE-Branche in der Schweiz. Sie bietet Informationen zu Unternehmensmeldungen, Branchentrends und Partnerprogrammen. Dazu gehört auch eine regelmässige Kolumne …