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Das Wirtschaftswettrennen

Vermutlich ist es Ihnen bereits aufgefallen: Kaum anderes als befürwortende Stimmen zur digitalen Transformation. Allenfalls einige Tipps, welche Fehler man auf dem Weg zur vollendeten Transformation vermeiden sollte. Grund genug, der Digitalisierung und digitalen Transformation mal etwas auf den Zahn zu fühlen. Die Digitalisierung wird, so glaube ich, enorm großen Einfluss auf uns, unsere Familien sowie unsere berufliche Zukunft haben, denn sie ist die logische Fortführung der bereits geschehenen Elektronifizierung von Industrie und Gesellschaft.

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Whitepaper - Transformation, das Wirtschaftswettrennen

Vermutlich ist es Ihnen bereits aufgefallen: Kaum etwas anderes als befürwortende Stimmen zur digitalen Transformation. Allenfalls einige Tipps, welche Fehler man auf dem Weg zur vollendeten Transformation vermeiden sollte. Grund genug, der Digitalisierung und digitalen Transformation mal etwas auf den Zahn zu fühlen. Die Digitalisierung wird, so glaube ich, enorm grossen Einfluss auf uns, unsere Familien sowie unsere berufliche Zukunft haben, denn sie ist die logische Fortführung der bereits geschehenen Elektronifizierung von Industrie und Gesellschaft. Daher sollten wir uns Zeit nehmen, um nicht einfach nur in das Thema hineinzurutschen, sondern einige Fragen dazuzustellen, denn die digitale Transformation wird wohl kommen, um zu bleiben.

Das Wirtschaftswettrennen?

„Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.“ – Carly Fiorina, CEO Hewlett-Packard

Die Vielfalt ist es doch, was unser Leben heute spannend macht. Ein möglichst lebendiges Treiben in den Innenstädten, geschäftige Konkurrenz an Märkten oder Industriegebieten, soziale Interaktionen zwischen Menschen, Regionen und Kulturen. Neue, stark digitalisierte Geschäftsmodelle haben das Potenzial, dies zu verändern – nicht zuletzt durch ihre disruptive Wirkung in Verbindung mit teilweise grenzenlosem Zugang der Menschen zum Internet und somit dem Zugang zu Preismodellen, die auf Logiken der „Economies of Scale“ in globalem Massstab beruhen und von den Menschen oft vorschnell und dankend angenommen werden.

Nicht nur die Menge an Mitarbeitern, die es für die Bewältigung eines digitalisierten Geschäfts benötigt, verändert sich, sondern auch der Preis, die Ausbringungsmengen und der Entstehungsort. Es verändern sich damit auch ganze bisher etablierte Marktstrukturen. Die Vielfalt verschwindet durch diese Umstände möglicherweise. Internationale und oft monokulturelle Schwergewichte mit neuen digitalisierten Geschäftsmodellen betreten zunehmend die Bühnen und machen es etablierten nationalen oder gar regionalen Mitbewerbern zusehends schwerer. Aber natürlich nur, wenn es der Konsument auch zulässt und nicht jedem preisgünstigen Angebot blindlings folgt und nicht Regionalität, Originalität, Tradition oder lokales Handwerk oder andere Faktoren stärker berücksichtigt.

Gibt es ein Produktivitätsparadoxon?

Es ist wohl ähnlich wie im Verkehr: Breitere Strassen bedeuten nicht zwingend flüssigeren Verkehr, sondern eben auch höheres Verkehrsaufkommen. Eine Sichtweise auf das Digitale: Computer substituierten alte Anforderungen, machten sie aber nicht schneller, da der Mensch immer noch die bestimmende Komponente und somit der Flaschenhals war und noch ist.

„Das Computerzeitalter hat überall seine Spuren hinterlassen – ausser in der Produktivitätsstatistik.“ – Robert Solow

Erst wenn der Computer den Menschen ersetzt und das Eingreifen des Menschen unnötig macht und zusätzlich Brüche im Workflow vermieden werden, erreichen wir Produktivitätssteigerung – so meine Theorie. Der Mensch als Anbieter und Abnehmer ist und bleibt letztlich gesehen wohl bis auf Weiteres der Begrenzer der möglichen maximalen Produktivitätssteigerung. Warum? Auch nach erfolgreicher Transformation stellt der Mensch den Abnehmer der produzierten Güter dar. Seine Kaufkraft wächst aber möglicherweise nicht im Gleichschritt mit den Produktivitätsgewinnen.

Digitale und somit transformierte Geschäftsmodelle sind bewusst einfacher „multiplizierbar“. Digitale Geschäftsmodelle vereinfachen die Erreichung von „Skalen-Effekten“. Erst wenn digitale Transformation ausserhalb von Industrie und Produktion, also im Kontext der Mehrung von Entwicklung, Forschung und Wissen gedacht wird, ergeben sich möglicherweise weitere spannende Entwicklungspotenziale. Spannend wird auch die Frage, was passieren wird, wenn Dienstleistungen künftig von Maschine zu Maschine erbracht und verrechnet werden.

Endziel oder nur nächster Schritt zur Produktivitätssteigerung?

Es ist eine der entscheidenden kulturhistorischen Erkenntnisse der Menschheit: Erkennen, dass Arbeitsteilung die Produktivität steigert. Menschen tun das, was sie gut können, und lassen das bleiben, wo sie weniger Talent und Fachwissen haben. Diese Erkenntnis gilt auch für Firmen. Bereits Adam Smith schilderte, wie die Herstellung von Stecknadeln in einzelne produktivere Prozesse zerlegt werden kann. Diese Erkenntnis ist Basis unseres Wirtschaftssystems und gilt zumindest so lange, wie Wachstum das universelle Ziel aller Unternehmen ist. Allen neuen Errungenschaften zum Trotz wurde und wird unsere Schweiz zurzeit nicht wirklich produktiver. Man sollte denken, der Einsatz von Technologie wirke sich bereits nachhaltiger auf die Arbeitsproduktivität aus. In Wahrheit aber erkennen wir in der derzeitigen industriellen Digital-Revolution nicht die gleichen Auswirkungen auf die Produktivität wie in der landwirtschaftlichen Revolution oder industriellen Revolution damals. Und dies ist nicht nur in der Schweiz erkennbar, sondern international.

Die Transformation macht auch Dienstleistungen skalierbar

Artificial Intelligence, Machine Learning, Robotics und Cognitive Computing sind weitere Meilensteine in der digitalen Transformation. Es könnten noch viele weitere folgen, die uns heute noch unbekannt sind. Die Erbringung von Dienstleistungen ist heute oft an Menschen gebunden. Werden nun aber Teile von Dienstleistungen von intelligenten Systemen erbracht, verändert sich vieles dramatisch und schnell. Diese Systeme, die zumeist heute erst auf Narrow AI (N-AI), also einer noch relativ einfachen und spezialisierten Künstlichen Intelligenz, beruhen, erledigen bereits erste leistungsfähige Dienste. Spätestens im Jahre 2040 stehen dann General AI (G-AI) und im Jahre 2060 die Super AI (S-AI) bereit. Vermutlich aber auch bereits schneller. Bei heute mehr als 70 % Erwerbstätigen im tertiären Sektor und einem grossen Teil an Dienstleistungen, die an unsere Geistesleistung gebunden sind, kann die digitale Transformation weitreichende Folgen haben.

Digitalisierung bietet Lösungen und bringt Herausforderungen

Einige spannende und heute bereits existierende Szenarien, die längst in gewissen Branchen das Potenzial besitzen, einen starken Strukturwandel herbeizuführen:

  • Es gibt heute bereits Computersysteme, die teilweise bessere, treffendere, schnellere und genauere Diagnosen stellen als Fachärzte.
  • Es gibt heute bereits Computersysteme, die Gerichtsakten und Gerichtsurteile durchforsten. Sie arbeiten teilweise schneller und zielsicherer als Anwälte.
  • Es gibt heute bereits Computersysteme, die es fertigbringen, Texte selbst zu schreiben, ohne dass man den Unterschied zu einem fehlenden Journalisten allzu schnell erkennt.

Diese Systeme existieren bereits heute auf Basis einer N-AI. Natürlich werden diese Systeme einen grossen Einfluss auf unsere Berufe nehmen. Vermutlich werden diese Systeme aufgrund ihrer einfachen Multiplizierbarkeit entsprechend schnellen Einfluss nehmen – schnelleren Einfluss zumindest als der Strukturwandel durch Mensch und Gesellschaft normalerweise verarbeitet werden kann. Mit der Einführung wandeln sich aber auch die Rahmenbedingungen. Die gute Nachricht: Preise ändern sich und Leistungen werden anderen Kundenschichten zugänglich. Märkte werden grösser und diese Systeme arbeiten den spezialisierten Ärzten, Anwälten und Journalisten lediglich zu. Deren Arbeit wird dadurch spezialisierter, aber bisher nicht weniger – zumindest nicht so lange der Markt ungesättigt ist und die entsprechenden Expertisen der Menschen vorhanden sind.


Was ist die Transformation und wer wünscht sie?

Digitalisierung an sich ist der Prozess, der bisher Analoges in eine digital verfügbare Form zu pressen versucht und somit aus meiner Sicht ein wesentlicher Baustein der umfassenderen digitalen Transformation. Digitalisierung meint auch nicht zwingend digitale Automatisierung, bildet aber eine wichtige Grundvoraussetzung dafür. Die Digitalisierung hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die digitale Transformation und den dadurch erwünschten digitalen Strukturwandel. Sie hat in der Folge starken Einfluss auf ein mögliches starkes Wirtschaftswachstum durch eine erhoffte höhere Produktivität und eine damit verbundene Verschiebung der weltweiten Vorteile der jeweiligen Standorte.

Für Länder mit wenig natürlichen Ressourcen und viel Wissenssubstanz, zu denen auch die Schweiz gehört, ist es aus meiner Sicht unbestritten sehr entscheidend, wie sie mit den Chancen der digitalen Transformation umzugehen vermögen. Im Werkplatz Schweiz können nur auf diese Weise Arbeitsplätze und in der Folge auch Wohlstand und Wohlfahrt der Bevölkerung durch eine führende Produktivität im internationalen Vergleich gesichert werden. Insofern erscheint es klar, woher der plötzliche und breite Wunsch zur digitalen Transformation womöglich kommt: aus der Industrie selbst im Verbund mit Regierung und Wirtschaftsverbänden. Die einen, weil sie sich einen Wettbewerbsvorteil erhoffen, die anderen, weil sie den Werkplatz Schweiz zu sichern haben – um nur einige wenige mutmassliche Treiber zu nennen.

Eher eine tolle Chance oder eine grosse Gefahr?

Durch digitale Transformation haben wir aus meiner Sicht die einmalige Chance, den Werkplatz Schweiz zu stärken. Der Anteil der Personalkosten an produzierten Gütern kann gesenkt werden, denn Maschinen sind hierzulande nicht wesentlich teurer als in China. Arbeitskräfte hingegen schon.

Hidden Plan? Vermutlich nicht, denn genau hier liegen die Chancen und Gefahren eng beieinander. Dennoch sind sich die meisten einig, dass die Chancen bei Weitem überwiegen und man über die möglichen Gefahren eine intensive gesellschaftliche Diskussion führen sollte.

„Die neuesten Fortschritte in der digitalen Technologie werden für unsere mentalen Kapazitäten jedoch das bedeuten, was die Dampfmaschine einst für unsere Muskelkraft bedeutete.“ – MIT-Forscher Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee.

Warum sollte man die Transformation annehmen?

Warum sollte ich mein Unternehmen transformieren? Welche Vorteile entstehen mir dadurch? Diese oder ähnliche Fragen stellen sich die meisten, die mit der digitalen Transformation zumeist erst mal medial konfrontiert werden.

Einerseits denke ich, kann man entwarnen. Niemand und speziell nicht Sie und ich haben im eigentlichen Sinne etwas von der digitalen Transformation. Ausser vielleicht eine Aufgabe und einen Job im weiterhin gleichen und erfolgreichen Unternehmen. Zumindest, sofern Sie nicht absehen können, dass es bis zu Ihrer Pensionierung im alten Tempo weitergeht und es für Sie in den mehr oder weniger sicheren Hafen der Pensionierung reicht.

Andererseits aber: Transformation und Innovation wirken! Aber eben nur so lange, bis es jeder tut.

Oder mit den Worten von Warren Buffet: „In the textile industry we always had new machinery that held the promise of increasing our profit but it never did because everyone else bought the same machinery. It was sort of like being in a crowd and everyone stands on tip-toes – your view doesn’t improve but your legs hurt.“

Digitale Transformation – Gibt es Alternativen?

Und da haben wir bereits mindestens ein weiteres Dilemma: Die digitale Transformation ist eigentlich ein Wettrennen, so im Zitat von Warren Buffet zwischen den Zeilen zu lesen. Ein Wettrennen der besten Technologien und um deren Einsatz in Unternehmen. Ein Wettrennen der Unternehmen und ein Wettrennen der Märkte und Werkplätze, denn unsere globalen Märkte sind längst nicht mehr endlos und ungesättigt.

Die Herausforderung ist somit zu erkennen, wann und in welcher Intensität man sich in die wilden Wasser einer Transformation begibt. Und gleich vorweg: Stürzen Sie sich nicht hinterher wie ein Lemming. Ich bin mir auch zunehmend sicher, dass es ernst zu nehmende Alternativen in Geschäftsmodellen und Positionierungen gibt als die reine Gewinnmaximierung oder Preisattraktivität.

Denkbar sind:

  • Qualität
  • Handwerkskunst
  • Tradition
  • Langlebigkeit
  • Rücksichtnahme
  • Gesellschaftliches Engagement
  • Nachhaltigkeit
  • Forschung & Entwicklung
  • Und vieles mehr


Sich nicht zu transformieren, erscheint zumindest möglich. Genau wie die Transformation selbst bedarf es bei angestrebter Nichttransformation einer ausgeklügelten Strategie und möglicherweise einer zusätzlichen Abkehr von der reinen Gewinn- oder Umsatzmaximierung. Werte wie Tradition, Handwerkskunst, Qualität, Nachhaltigkeit, soziales Engagement und Zufriedenheit können vermutlich den Transformationsdruck etwas lindern. Ob sie die Stärke zum Gegenmodell der Transformation darstellen, wird die Zeit zeigen. Sicher ist aber, dass diese Modelle durch die Menschen eher verstanden werden.

„Think – nicht alles, was technisch getan werden kann, muss ethisch auch wirklich getan werden.“


Nur nicht die Menschen vergessen

Aber nimmt die digitale Transformation auch die Menschen, ihre Gefühle und ihre Ängste mit? Respektiert sie das gesellschaftliche Leistungs- und Ausbildungsniveau? Achtet sie Ethik oder frisst sie, wie Georg Büchner in „Dantons Tod“ beschreibt, dereinst womöglich ihre eigenen Kinder?

Dilemma: Soll die Transformation wirken, so muss es schnell geschehen. Aber genau diese Geschwindigkeit ist problematisch für die Menschen.

Nun, wir werden sehen. Allemal ist es aber eine logische Weiterentwicklung des bisher Geschehenen und eine grosse Chance. Aber wir müssen sie – also die digitale Transformation und ihr Umfeld – in allen Aspekten formen und gestalten, damit sie passt.


Sicherlich wird es Verlierer geben

Zwar sagt die Volkswirtschaftslehre, dass die Bedürfnisse des Menschen unendlich gross sind, demnach auch das Wachstum, das durch Produktivitätssteigerung theoretisch möglich wäre. Setzt man die einfache Formel ein: Bedürfnis + Kaufkraft = Bedarf, erkennt man schnell und unschwer die effektive Problemstellung.

Grenzenloses Wachstum ist schon aus Sicht der begrenzten Ressourcen unmöglich. Sorgen wir nun zusätzlich durch übermässige Produktivitätssteigerungen dafür, dass der Wohlstand im Volk aufgrund drohender oder effektiver Arbeitslosigkeit sinkt, resultieren daraus nicht zwingend grössere Bedürfnisse der Menschen. Die Folge gemäss der Theorie von Angebot und Nachfrage sind angepasste Preise, die es verunmöglichen, die erarbeiteten Skalenvorteile in effektive und dauerhafte Rendite zu verwandeln.

„In times of change the greatest danger is to act with yesterday’s logic.“ – Peter Drucker

Ich teile die Ansicht von Peter Drucker. Nur nicht ausschliesslich bezogen auf die digitale Transformation und die damit verbundenen Produktivitätssteigerungen selbst, sondern eher bezogen auf deren ethische, gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Auswirkungen. Die Logik von gestern wird den neuen Anforderungen nicht mehr gerecht werden.


Die wichtige Rolle von Ethik und Regeln

Zusätzlich wird die digitale Transformation – insbesondere auch im Zusammenhang mit Artificial Intelligence – unserer modernen Industrie und Gesellschaft einiges an Ethik und neuen Regeln abverlangen. Einmal mehr werden wir in ein neues technologisches Zeitalter vordringen und nicht ausreichend darauf vorbereitet sein.

„Spending money is a substitute for thinking.“ – Bob Sutton

Basierend darauf, was bereits Adam Smith in seiner Theorie der Arbeitsteilung (1776 „Der Wohlstand der Nationen“) beschrieben hat, wird die Arbeitsteilung bereits in unserer eigenen Generation wohl auch zwischen künstlicher und natürlicher Intelligenz stattfinden. Zwischen Computer und Mensch, zwischen maschineller Denkkraft und menschlicher Denkkraft.

„To succeed you must study the endgame before everything else.“ – José Raúl Capablanca


Denn ohne Transformation und Artificial Intelligence winkt die Disruption

Die Welt und allen voran unsere „Digital Natives“ gestalten die neue digitale Welt. Dies macht auch vor heutigen Geschäftsmodellen nicht halt. Was da auf uns zukommt, heisst Disruption und hat das Potenzial, alteingesessene und durchaus stabile Geschäftsmodelle in bisher ungekannter Geschwindigkeit aus dem Rennen zu werfen.

Auf strategisches Management zu setzen und solche disruptiven Potenziale zu erkennen, um einerseits selbst davon zu profitieren oder Schaden abzuwenden und Eintrittshürden aufzubauen, ist somit keine reine Kür mehr, sondern Pflicht – auch für mittelständische Unternehmen.

Die Veränderungen betreffen nicht nur Ihre IT

Auf jeden Fall hat Ihre IT-Abteilung natürlich einen wesentlichen und wichtigen Auftrag und Verantwortung bezüglich des Vorhabens, das Unternehmen in die digitale Zukunft zu bringen. Es ist aber eben bei Weitem nicht nur die Aufgabe der IT-Abteilung. Digitale Transformation ist eher ein Mindset und eine Philosophie als eine reine IT-Aufgabe. Mit der digitalen Transformation wachsen neue Ängste bei den Arbeitnehmern, die es zu beseitigen gilt. Es ist Aufgabe des gesamten Managements und des Kaders. Man benötigt den umfassenden Rückhalt der ganzen Belegschaft, um solche Change-Management-Projekte erfolgreich durchzusetzen.

Immerhin, so wissen wir heute, waren die Ängste auch während der früheren wichtigen Veränderungen der Arbeitswelt über eine gewisse Zeitspanne betrachtet eher unbegründet. Am Ende bedeutete es immer, dass mehr Personen in „Lohn und Brot“ standen als zu Beginn der Veränderungen. Die digitale Transformation bedeutet also eine umfassende und tiefgreifende neue Ausrichtung Ihres gesamten Unternehmens. Und weil wir es täglich mit vielen Unternehmen in einer zusammenhängenden Supply Chain und einem umfassenden wirtschaftlichen Ökosystem zu tun haben, bedeutet die digitale Transformation auch eine neue Ausrichtung des gesamten Umfelds – nicht zuletzt, um Brüche im Workflow zu vermeiden und die volle Leistungsfähigkeit der Transformation in der ganzen Wertkette zu entfalten und zu nutzen.


Digitale Transformation ist Chefsache

Digitale Transformation betrifft jede einzelne Stelle, jede Aufgabe und jeden Prozess in Ihrem Unternehmen. Deswegen sind Verwaltungsräte und das gesamte C-Level gefordert, die ganze Führungscrew auf diese neue Verantwortung vorzubereiten und für die andernorts bereits in vollem Gange befindliche Transformation fit zu machen.

Wer in der digitalen Wirtschaftswelt der Zukunft eine Führungsrolle einnehmen will und sich die entsprechenden Vorteile sichern möchte, kann das nur, wenn das Management sich darauf einstellt, seine Führungsrolle und Verantwortung übernimmt und sich um strategisches Management, Change-Management sowie um Kultur-, Wissens- und Talentmanagement kümmert und es in einer schlagkräftigen Digitalstrategie verarbeitet.

Und es gibt immer Opportunitätskosten

Digitale Transformation fordert wie so alles andere Opportunitätskosten.

Sich nicht zu transformieren, bringt einen womöglich ins Hintertreffen – zumindest im Sinne einer Vorteilsnahme gegenüber Mitbewerbern, bedingt durch eine effizientere Produktivität und damit verbesserten Kostenstrukturen. Sich langsam und zögerlich zu transformieren, erscheint dabei als nicht lohnenswerte Alternative. Die Systematik der Transformation und ihr Wettbewerbscharakter selbst implizieren, dass es bereits ab Position zwei im Markt ohne grundsätzliche neue zu erwirtschaftende Vorteile allerhöchstens ausreicht, gleichzuziehen. Es aber nicht zur Kostenführerschaft reichen wird, sofern Sie keine weiteren oder anderen Skaleneffekte nutzen können.

Fazit: Zu erkennen ist der Weg und auch wohin er führt

Die angestrebten Produktivitätssteigerungen führen schnell zu nicht reversiblen Verschiebungen in Märkten. Langfristig bestehen möglicherweise – zumindest makroökonomisch eingeschätzt – aber nicht genügend Abnehmer für die somit schneller und effektiver im Überfluss produzierbaren Güter.

Da die Abnahme in den Märkten mittlerweile oft beschränkt und gesättigt ist oder zunehmend sein wird, werden immer mehr Personen nicht mehr mit der nun noch effektiveren Produktion beschäftigt sein.

Viele Dienstleistungen können zu allem Überfluss grösstenteils durch Maschinen erbracht werden. Unsere Zukunft kann also logischerweise nicht in der möglichst effektiven Produktion von Gütern oder Dienstleistungen liegen.

Wann aber ist die digitale oder jegliche andere Transformation wichtig? Wohl ausschliesslich dann, wenn letztlich der Preis oder der maximierte Gewinn entscheidet. Und genau diese Art zu denken ist endlich und begrenzt – lediglich aus Ressourcen-Sicht führt sie nicht zu einem erstrebenswerten Ziel.

Es gibt aber durchaus auch andere spannende Positionierungen und Strategien für Firmen, die zu verfolgen sich lohnt – auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschliesst, inwiefern sie das Potenzial haben, der digitalen